Wenn ein Partner mehr möchte als der andere
Libido & Dynamik
In fast jeder langen Beziehung möchte eine Person mehr körperliche Intimität als die andere. Dieser Unterschied ist kein Makel; er wird nur durch das Muster, das er auslöst, zu einem Problem.
Jetzt spielenDie Schleife, nicht die Lücke, ist das Problem
Ein Partner initiiert häufiger, der andere spürt hinter jeder Berührung eine Forderung und beginnt, Berührungen ganz zu vermeiden, um nicht Nein sagen zu müssen. Der erste Partner fühlt sich daraufhin zurückgewiesen und initiiert intensiver oder zieht sich ganz zurück.
Innerhalb weniger Monate verschwindet die gewöhnliche Zuneigung, und beide Partner kommen zu dem Schluss, dass sich der andere verändert hat. Keiner von beiden hat sich verändert; die Schleife hat einfach alles dazwischen aufgefressen.
Spontanes versus reaktives Verlangen
Manche Menschen verspüren Verlangen aus dem Nichts; viele andere spüren es erst, wenn bereits angenehmer Kontakt stattfindet. Weder das eine noch das andere ist eine höhere oder niedrigere Libido, aber von außen sehen sie identisch aus, wenn es niemand erklärt.
Die Benennung, welcher Typ Sie sind, nimmt den meisten Vorwürfen aus der Unterhaltung den Wind aus den Segeln. Die Antwort lautet selten: „Wünsch es dir mehr“, sondern meistens: „Fang früher und mit weniger auf dem Spiel stehendem an.“
Die Veränderung, die meistens hilft
Trenne Zuneigung von Initiative, sprich es aus. Vereinbart, dass Berührungen auf dem Sofa einfach nur Berührungen sind, damit der Partner mit geringerer Libido sich wieder entspannt dem Körperkontakt hingeben kann, ohne dass eine Entscheidung darüber schwebt.
Vereinbart dann einen Moment, in dem etwas passieren könnte, mit dem ausdrücklichen Recht, jederzeit aufzuhören. Ein gemeinsamer Anstoß auf einem von euch beiden festgelegten Niveau erleichtert das: Niemand muss fragen, und niemand muss Nein sagen. Legt ein Niveau fest, mit dem ihr beide euch wohlfühlt und lasst das Wheel die Frage stellen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse & Quellen
Dieser Artikel basiert auf der Arbeit etablierter Beziehungs- und Sexualitätsforscher. Nichts hier ersetzt medizinischen oder therapeutischen Rat.
- Emily Nagoski, Come as You AreÜber reaktives Verlangen und warum die Bereitschaft häufig der Erregung vorausgeht.
- Esther PerelÜber Dynamiken von Nachjagen und Rückzug und die Erosion alltäglicher Erotik.
Beziehungs- & Intimitätsexperten
Segs Up Your Life
Das Redaktionsteam hinter Segs Up Your Life. Wir übersetzen Forschungsergebnisse aus der Beziehungstherapie und Sexologie in praktische Schritte für Paare, und wir entwickeln The Intimacy Wheel, das diese in die Praxis umsetzt.
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